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Alt aber unübertroffen
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Alle meine Rezensionen ansehen Rezension bezieht sich auf: Gulda Spielt Chopin (Audio CD) Die Aufnahmen aus der Mitte der 1950er Jahre können natürlich nicht mit den heutigen technischen Möglichkeiten mithalten und erfordern eine gewisse Gewöhnung. Nimmt man sich aber Zeit und hört hinein, wie großartig Gulda die Tempi wählt, wie innig und leise die schmerzvollen Melodie in unglaublicher Klarheit hingehaucht sind - so intim und verletzlich, wie es wahrscheinlich Chopin in seinen Konzerten vor kleinem Publikum in begrenztem Rahmen wollte. Guldas Sohn Paul berichtet im Booklet, was Alexander Jenner und Jörg Demus nach einem Chopin-Abend des 19-jährigen Friedrich Gulda 1949 sagten: ""Wir können alle einpacken..." - das denkt man sich, wenn man die Interpretation der Préludes durch F.G. mit der Alexander Volodins bei den diesjährigen "Folles journées de Nantes" vergleicht. Guldas Spiel ist klar und hat eine unnachahmliche innere Spannung, wo Volodins Spiel derb und verschwommen klingt. Gulda spielt so, als ob es sein letztes Mal wäre. Der "Epitaph für eine Liebe" auf der 2. CD zeigt, wie sehr Gulda die Tonsprache Chopins zu seiner eigenen machen konnte. 2 CDs für alle, die wissen, dass technische Perfektion nichts ist, wenn man nicht den Geist hat.
Eine Rezension von Ein Kunde
vom 11. März 2010 |