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9. Konflikt mit dem Papstum bis zum Ende
- 1236 Reichszug gegen Lombarden.
- F. setzte in Wien seinen Sohn Konrad IV. als König
ein.
- Viele der lombardischen Städte, außer Mailand
und fünf weitere erobert. Ausbruch einer Seuche im Reichsheer verhindert im
Okt. 1238 die Eroberung. Am 20. März 1239 bannt der Papst F. zum zweiten
Mal. Kaiser widerspricht dem Papst. Gregor bezeichnet ihn am 21.Mai als Ketzer.
- Die deutschen Fürsten weigerten sich den Bann
verkünden zu lassen.
- 1240 marschiert Friedrich in den Norden des
Kirchenstaates ein, es kommt aber nicht zur Eroberung Roms.
- 1241 verhindern Verhandlungen zwischen dem Hochmeister
des dt. Ordens Konrad v. Thüringen und dem Papst einen weiteren Angriff auf
Rom.
- Als F. im August 1241 erneut gegen Rom zieht, stirbt
Gregor unerwartet, der Kaiser kehrt nach Apulien zurück und wartet die
Papstwahl ab.
- 1. Konklave der Kirchengeschichte wählt Coelestin
IV. zum neuen Papst, dieser stirbt aber schon nach 17 Tagen. Vakanz des Amtes f.
20 Monate.
- 25 Juni 1243 Wahl von Innozenz IV.
- Im Aug. 1244 wird Jerusalem von dem Turkvolk der
Chorasmier erobert. Daraufhin kommt es zu dem letzten Versuch einen Frieden zw.
Kaiser und Papst herzustellen.
- Patriarch von Antiochia und Hochmeister des Dt. Ordens
überbringen dem Papst das kaiserliche Angebot zum Kreuzzug. Der Papst
löste den Bann am 6. Mai 1246.
- Konzil von Lyon: Innocenz IV. setzt F. als König und
Kaiser ab.
- F. protestierte in Manifesten an die Könige und
Fürsten Europas.
- Im März 1246 MordKomplott gegen F. Er
läßt die Verschwörer unerbittlich bestrafen.
- Heinrich Raspe wird Gegenkönig in
Deutschland.
- Nach und nach verliert er bis 1248 viele Städte in
Oberitalien. Schwerste Niederlage bei der Belagerung Parmas, Verlust der
kaiserlichen Kasse und des Staatsschatzes.
- Bis 1250 kommt es zu Rückgewinnung des Herzogtums
Spoleto und der Mark Ancona.
- 1250 schlägt Konrad IV. Wilhelm von Holland und
zwingt die rheinischen Bischöfe zum Frieden.
- Ludwig IX. fordert Innocenz IV. auf mit F. Frieden zu
schließen, damit, die Hilfe des Kaisers sein Kreuzzug noch ein gutes Ende
nehme.
- Dieses Momentum bestimmte weiterhin die Pläne F.
nach Lyon und Deutschland zu ziehen. Jedoch starb F. am 13. Dezember 1250 in
Castel Fiorentino an einer Darmentzündung.
- In seinem Testament bestimmte er, Konrad IV. zum Erben
des Gesamtimperiums. Manfred zum Stadthalter des sizilisch-italienischen
Staates. Die römische Kirche sollte ihre Besitzungen zurück erhalten,
falls sie ihrerseits die Rechte des Imperiums anerkannte.
10. Verwandler der Welt – Fazit
Die
Nachwelt bezeichnet F. als “Verwandler der Welt”, da er einen
erbitterten Kampf gegen die weltliche Herrschaft der Kirche führte und in
seinem Herrschaftsbereich die Basis für einen modernen, totalitären
Staat begründete. Seine vielfältige Persönlichkeit hat zu
Lebzeiten die Welt in Erstaunen versetzt, gemessen an den Umständen seiner
Zeit, war er kosmopolitisch gebildet und moderner als andere Herrscher seiner
Epoche.
Literatur:
Jedin,
Hubert (Hrsg.): Handbuch der Kirchengeschichte 3,2: Vom kirchlichen
Hochmittelalter bis zum Vorabend der Reformation. Freiburg/ Br.
1968.
Kantorowicz,
Ernst: Kaiser Friedrich der Zweite. Bd.1-2 ( Nachdr. D. Ausg.1927-1931 ),
Düsseldorf
1963.
Schaller,
Hans Martin: Kaiser Friedrich II. Verwandler der Welt. ( Persönlichkeit und
Geschichte)
Göttingen
1964.
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